Grippeimpfung: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Grippeimpfung in den Oberarm in Axels Apotheke in Berlin-Kreuzberg

Jedes Jahr im Oktober fängt es an. Jemand steht am Tresen, zeigt auf das Impfplakat und fragt: „Ist jetzt schon der richtige Moment, oder soll ich lieber noch warten?“ Die ehrliche Antwort: Jetzt ist gut. Und in vier Wochen ist es immer noch gut. Was dahintersteckt, erklären wir Dir hier.

Warum Oktober und November die besten Monate sind

Nach der Grippeimpfung braucht Dein Körper etwa zehn bis vierzehn Tage, um Antikörper gegen die Influenzaviren zu bilden. Erst dann ist der Schutz da. Die Grippewelle rollt in Deutschland meistens zwischen Dezember und März durch die Stadt, manchmal auch später. Wer sich im Oktober oder November impfen lässt, ist also fertig, bevor es losgeht.

Zu spät ist es deshalb aber lange nicht. Wenn Du erst im Januar an die Impfung denkst, hat die Welle oft noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Auch im Februar kann die Impfung noch sinnvoll sein. Was wir nicht empfehlen: einfach gar nicht impfen, weil das Jahr schon so weit fortgeschritten ist.

Warum Du Dich jedes Jahr neu impfen lassen musst

Influenzaviren verändern sich ständig. Deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr neu zusammengesetzt, passend zu den Virusstämmen, die voraussichtlich unterwegs sein werden. Der Impfstoff vom letzten Winter passt zu diesem Winter nur noch teilweise. Dazu kommt, dass der Schutz nach einigen Monaten nachlässt. Eine Impfung im Herbst deckt eine Saison ab, nicht mehr.

Für wen die Grippeimpfung besonders empfohlen wird

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren. Ebenso Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, COPD oder Herzschwäche, Schwangeren und allen, die in Pflege oder Medizin arbeiten. Dazu kommen Menschen mit viel Publikumskontakt und alle, die mit jemandem aus einer dieser Gruppen zusammenleben.

Bei uns im Haus und in den Büros rund um die Rudi-Dutschke-Straße sehen wir jeden Herbst viele Leute, die in keine dieser Gruppen fallen und sich trotzdem impfen lassen. Der Grund ist meistens einfach: Zwei Wochen flach liegen passt nicht in den Kalender. Das ist ein guter Grund.

Was nach der Spritze passiert

Die Impfung geht in den Oberarm und dauert ein paar Sekunden. Danach kann die Stelle ein bis zwei Tage drücken oder leicht gerötet sein. Manche fühlen sich am Abend etwas müde oder haben leicht erhöhte Temperatur. Das ist die normale Reaktion Deines Immunsystems und verschwindet von allein.

Eine echte Grippe kannst Du von der Impfung nicht bekommen. Der Impfstoff enthält keine vermehrungsfähigen Viren. Wer nach der Impfung trotzdem krank wird, hat sich meistens kurz vorher oder in den ersten Tagen danach angesteckt, als der Schutz noch nicht aufgebaut war. Oder es war eine Erkältung, gegen die die Grippeimpfung nichts ausrichtet.

Grippeimpfung in der Apotheke: So läuft es bei uns

Seit 2022 dürfen Apotheken Erwachsene gegen Grippe impfen. Das Team von Axels Apotheke hat die dafür nötige Schulung durchlaufen. Du musst also nicht auf einen Praxistermin warten. Du kommst mit Deiner Versichertenkarte zu uns, füllst einen kurzen Fragebogen aus und beantwortest ein paar Fragen zu Allergien und aktuellen Erkrankungen. Bist Du gerade erkältet oder hast Fieber, verschieben wir die Impfung um ein paar Tage.

Der Impfstoff liegt bei uns vorrätig. Die Impfung selbst dauert kürzer als das Ausfüllen des Bogens. Danach bleibst Du noch einen Moment bei uns, bevor Du weitergehst. Wer regelmäßig zu uns kommt, kann die Grippeimpfung gleich mit dem nächsten Rezept verbinden.

Alle Impfungen, die wir anbieten, findest Du auf unserer Seite Impfungen. Dort stehen auch die aktuellen Impfzeiten.

Dein nächster Schritt

Komm in der Impfsaison einfach vorbei, Rudi-Dutschke-Straße 8, direkt an der Markgrafenstraße. Bring Deine Versichertenkarte mit und, falls vorhanden, Deinen Impfpass. Wenn Du unsicher bist, ob die Impfung für Dich passt, frag uns am Tresen. Wir schauen gemeinsam auf Deine Situation und sagen Dir, ob es heute losgehen kann.

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